Verfasst von: jungewetzlarergegenrechts | Dezember 18, 2010

Jahresrückblick…

Das Jahr 2010 ist für unsere Initiative durchaus als positiv zu bewerten. Uns wurde wieder die Möglichkeit gegeben, mit Schüler_innenvertretungen verschiedener Wetzlarer Schulen im Rahmen von Weiterbildungsseminaren zu diskutieren. Darüber hinaus wurden Mitarbeiter_innen der städtischen Jugendpflege im Zuge eines Tagesworkshops bezüglich der neuen rechtsextremen Umtriebe in dieser Stadt sensibilisiert, insbesondere im Hinblick auf deren Taktiken, Erscheinungsbilder sowie Interventionsmöglichkeiten sowohl im beruflichen Alltag, als auch im privaten Bereich.

Auch Wetzlarer Politiker_innen sowie Mitarbeiter_innen der Kinder- und Jugendhilfe konnten sich einen Eindruck von unserer Arbeit machen, als diese im Rathaus der Stadt vorgestellt wurde.

Unsere Aktivitäten beschränkten sich jedoch nicht nur auf Aufklärung, der Spass kam in 2010 natürlich auch nicht zu kurz. So veranstalteten wir im März ein Konzert im „Franzis“ (siehe unten!), welches mit über 400 Besucher_innen fast genauso gut frequentiert wurde wie die Nachttanzdemo im Mai, an deren Planung und Durchführung wir ebenfalls beteiligt waren.

Wir bedanken uns auf diesem Wege für das entgegengebrachte Vertrauen und die Zusammenarbeit mit Schüler_innen, Lehrer_innen und Sozialarbeiter_innen. Wir freuen uns, im Jahr 2011 weiterhin mit Wetzlarer Bürgerinnen und Bürgern daran zu arbeiten, dass demokratische Grundwerte wieder einen höheren, gesellschaftlichen Stellenwert erhalten. Für rassistische und faschistische Ideologien ist in dieser Gesellschaft kein Platz!

Wenn Interesse besteht, mit uns zusammenzuarbeiten, nutzt bitte die Kontaktadresse (siehe oben!).

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Verfasst von: jungewetzlarergegenrechts | März 22, 2010

Schöner Wohnen ohne Nazis Konzert Rückblick

Unter diesem Motto luden die Jungen Wetzlarer gegen Rechts am Freitag, 5.3., in ihr temporäres „Wohnzimmer“ im Franzis: mit einer gemütlichen Sofaecke vor echt kitschigen Stehlampen und psychedelischen Tapeten, zusammengeklaubt aus den 50er bis 70er Jahren. Neben der Getränketheke des Franzis gab es leckeres fleischloses Chili. Dementsprechend heimelig und solidarisch war die Atmosphäre. Allerdings nur bis die Künstler die Bühne eroberten.

Mr. Fog machte in Bademantel und Perücke mit eigens geschriebenem Text über die Eigenheiten und Alltags“gestaltung“ von Neo-Nazis im Stakkato den Anfang. Daraufhin stürmte die HipHop-Combo „KAO & Kew “ die Bühne und brachte das Publikum in Stimmung.
Black Shadow Revival konnten daran mit fetzigem Rock’n’Roll nahtlos anschließen.
Beim Oi-Punk der Bembel Bois aus Gießen, die noch kurzfristig dazu gestoßen waren, machten die ersten Reihen die Oberkörper frei und fanden sich spontan Background-Mädels und Fans auf der Bühne ein.
Routinierten Hardcore brachten Business As Usual auf die Bühne. Die fünf Mitglieder gaben auf der Bühne alles und zwischen den Songs brachte der Sänger immer wieder ernsthafte Ansagen gegen Nazis und für den Widerstand gegen Faschismus und Rechtsextremismus.
Es war eine ausgelassene Party, auf der die unterschiedlichsten Menschen gemeinsam miteinander feierten und ein deutliches Zeichen gegen den braunen Stumpfsinn setzten.
Das Franzis war bei einem Fassungsvermögen von 200 Leuten bis auf den letzten Winkel ausgelastet, so dass trotz der eisigen Temperaturen nochmals gut 80 Leute davor Party machten.
Das Multi-Kulti-Konzept der Jungen Wetzlarer gegen Rechts ging voll auf!

Im Vorfeld des Konzerts gab es noch ein Ereignis, das die Stimmung trübte. Da es schon zweimal zuvor Farbattacken gegen Kultureinrichtungen gab, in denen am folgenden Abend eine Veranstaltung gegen Rechts stattfinden sollte, wurde auch diesmal damit gerechnet. Allerdings nicht damit, dass es nicht die Kultureinrichtung treffen sollte und nicht mit diesem Ausmaß: Ein Privathaus einer Familie wurde in Wetzlar mit einem Brandsatz angegriffen. Unbekannte fuhren anscheinend mit dem Auto vor, warfen den Brandsatz gegen die Haustür und verschwanden unerkannt. Zum Glück entdeckten die Nachbarn das Feuer und konnten es zusammen mit der betroffenen Familie löschen. Es gab keine Verletzten, doch mit weniger Glück wäre der Familie selbst eine Flucht aus dem Haus unmöglich gemacht worden.

Deshalb geht ein Teil der eingenommenen Spenden an die vom Brandanschlag betroffene Familie. Während des Konzertes fand noch eine spontan organisierte Demonstration aus Entrüstung über den Brandanschlag statt. Ca. 120 Menschen liefen in einem friedlichen Zug durch die Altstadt. Dank des großen Polizeiaufgebotes war die ganze Nacht kein Neo-Nazi zu sehen.

Danke an alle, die durch ihre Unterstützung dieses Konzert möglich gemacht haben. Danke an alle SpenderInnen. Keinen Fußbreit den Faschisten! Jetzt erst recht!

Verfasst von: jungewetzlarergegenrechts | März 19, 2010

Heute: Mahngang + Kundgebung

Bitte reichlich erscheinen!

Verfasst von: jungewetzlarergegenrechts | Januar 28, 2010

Schöner wohnen ohne Nazis Konzert im Franzis am 05.03.2010

Hallo, wir von Junge Wetzlarer Gegen Rechts veranstalten am 05.03.2010 ein Konzert gegen Rechts im Franzis/Wetzlar.
Mit dabei sind Business as Usual (HC), zwei Hip Hop Artists, Black Shadow Revival (R’n’R), die Bembelbois (Oi-Punk) aus Gießen und Spoken Word Performance. Das ganze Konzert ist KOSTENLOS! Alle weiteren Informationen findet ihr auf dem folgenden Flyer:

Verfasst von: jungewetzlarergegenrechts | November 20, 2009

Diskussionsabende mit Schülervertretungen

Das Jugendbildungswerk der Stadt Wetzlar ermöglichte den „Jungen Wetzlarern gegen Rechts“, in Kooperation mit den Vertrauenslehrerinnen und -lehrern der Freiherr-vom-Stein-Schule sowie der Eichendorff-Schule, jeweils einen Abend mit den Schülerinnen und Schüler der entsprechenden Schülervertretung zu diskutieren.

Thema der Veranstaltung war:

„Junge Menschen im Fadenkreuz – die neuen Wege der rechtsextremen Szene“.

Dazu leisteten wir zunächst unter Einbeziehung verschiedener Medien Aufklärungsarbeit, um anschliessend mit den Jugendlichen – aber auch ihren Lehrerinnen und Lehrern – in einer offenen Diskussionsrunde näher auf die Bedrohung, die sich hinter dieser Thematik verbirgt, einzugehen.

Diese beiden Abende haben uns sehr viel Spass bereitet, wir konnten mit Freude feststellen, dass die Schülervertretungen – egal, aus welcher Altersstufe –  ohne Ausnahme erkannt haben:  für nationalen Sozialismus mit all seinen widerwärtigen „Nebenerscheinungen“ (Rassismus, Faschismus, Sexismus – um nur einige zu nennen…) ist auf dieser Welt kein Platz. Schon gar nicht in Wetzlar!!

Wir möchten uns auf diesem Wege noch einmal recht herzlich bei den Verantwortlichen des Jugendbildungswerkes Wetzlar sowie den Lehrerinnen und Lehrern der beiden o.a. Schulen bedanken, wir würden Veranstaltungen dieser Art jederzeit gerne wiederholen 😉

Ein besonderer Dank gilt aber allen Schülerinnen und Schülern, die sich teilweise sehr rege an den Diskussionen beteiligt haben. Ihr habt uns gezeigt, dass Wetzlar’s Zukunft alles andere als braun sein wird!!

Verfasst von: jungewetzlarergegenrechts | Oktober 30, 2009

Mahnwache der Anti – Antifa (Aktion vom 08.10.09)

Am Donnerstag, den 08.10.09 konnten die Wetzlarer Bürger erneut das dumm-dreiste Auftreten der „Anti-Antifa“ erleben. Es ist schon eine unglaubliche Frechheit, mit welchem Selbstverständnis diese selbsternannten „Retter der Nation“ argumentieren. Eine Mahnwache gegen linken Terror wollten sie halten, obwohl angesichts der Argumentationen und Aktionen dieser „Volkshelden“ klar sein sollte, dass diese nicht ansatzweise besser sind als die anderer politischer oder religiöser Terroristen. Die Aktion „Junge Wetzlarer gegen Rechts“ konnte leider nicht zur Stelle sein, wenngleich wir gerne erfahren hätten, ob Gewalt, Einschüchterung und Sachbeschädigung nicht auch terroristische Methoden darstellen. Wie viele Wetzlarer mitbekommen haben, waren jene Nazis, welche diese Mahnwache hielten, auch bei dem Angriff auf den Informationstand der „Jungen Wetzlarer gegen Rechts“ am 25.09.09 beteiligt. Dieser Angriff ist als eine besonders feige Aktion seitens der Anti-Antifa zu bewerten und sie zeigten damit wieder einmal ihr wahres Gesicht. Wie kann es sein, dass Nazis, die am helllichten Tag, mitten in der Wetzlarer Fußgängerzone höchst gewaltbereit einen Infostand zerstören und dazugehörige Personen angreifen, kurze Zeit später eine Mahnwache gegen Terror halten? Nur unserem defensiven Verhalten ist es zu verdanken, dass es zu keinen extremeren Gewalttätigkeiten gekommen ist. Die „braunen Terroristen“ hatten auch keine Scheu gewalttätig gegenüber Frauen zu werden. Insbesondere Frauen, welche an unserer Aufklärungsaktion beteiligt waren, fürchten weitere gewalttätige Aktionen der Nazis, sind aber umso stärker davon überzeugt, etwas gegen diese brutale Gruppe zu unternehmen. Doch seitens der Anti-Antifa, der Autonomen Nationalisten, der NPD etc. wird nicht nur mit Gewalt versucht sich in Wetzlar zu behaupten. Sie schrecken nicht davor zurück, ihre Widersacher mittels erlogener Geschichten lächerlich zu machen. Es bleibt also festzuhalten: Alles wie immer! Früher dumme Schlägertrupps der SA, aufgehetzt durch Goebbels Propaganda – heute Anti-Antifa-Schläger, im Hintergrund einige nicht ganz so dumme Schreiberlinge, welche für Gewalt und Internetpräsenz verantwortlich sind. Wer glaubt dieser Vergleich hinkt, sollte schleunigst anfangen, sich gegen Faschisten und Rassisten zu engagieren, um eines Besseren belehrt zu werden.

Fazit für die Aktion „Junge Wetzlarer gegen Rechts“: Wir werden jetzt erst recht um unser schönes Wetzlar kämpfen! Wir begrüßen alle demokratischen Kräfte, die mit uns arbeiten bzw. uns unterstützen wollen. Wenn wir konsequent zusammen stehen bleibt Wetzlar unsere Stadt und wird niemals eine braun gefärbte Gemeinde werden! Wir distanzieren uns weiterhin von Gewalt und werden, egal was unsere Widersacher behaupten, daran festhalten.

Verfasst von: jungewetzlarergegenrechts | September 24, 2009

Aktion: Junge Wetzlarer gegen Rechts

Wetzlar mach die Augen auf !!!

Die Stadt der Optik scheint blind zu sein, wenn es darum geht, zu erkennen, dass sich immer mehr Faschisten, die sich Autonome Nationalisten oder Anti- Antifa Wetzlar nennen, in unserer schönen Stadt behaupten wollen. Wohin man sieht: Aufkleber mit offensichtlichen oder versteckten Parolen, die vielleicht nicht mehr ganz so feindselig klingen wie das alt bekannte „Ausländer raus“. Egal ob an Laternen, Bushaltestellen, Sitzbänken oder anderen öffentlichen Gegenständen, ständig ließt man vom „Kampf gegen die Demokraten“ oder gegen die Rotfront, die anscheinend in Wetzlar zahlreich vertreten ist, wenn man den Rechten Glauben schenken will. Aber nicht nur die Aufkleber sind ein Problem, es gibt immer mehr Aktionen wie z.B. die Demo des vergangenen Jahres (Demo gegen Kinderschänder), das Verteilen von Flugblättern in der Innenstadt (Antikriegstage 2009), Provokationen seitens der Nazis in dem sie offensiv Kneipen aufsuchen in denen sie nicht erwünscht sind sowie einer Paddeltour auf der Lahn zum Gedenken an einen rechtmäßig verurteilten Verbrecher des NS-Regimes. Das durch die Medien bekannt gewordene Bild eines rechten Schlägers haben sie abgelegt. Glatze, Bomberjacke und Stiefel sind nur noch selten Erkennungszeichen; die neuen Nazis kleiden sich konform und relativ unauffällig. Man muss schon genau hinsehen, um die Botschaften in ihrem Outfit zu erkennen. Zahlencodes wie 88 (Heil Hitler), 28 (Blood & Honour), 18 (Adolf Hitler) in verschiedenen Kombinationen sind nur die Spitze des Eisbergs. So wurden schon Personen vor dem Wetzlarer Forum mit „Combat 18“ T-Shirts gesehen. Am Rande bemerkt ist „Combat 18“ eine rechte Terrororganisation, die sich auf dem Weg befindet, die braune RAF zu werden. Leute mit diesen Symbolen auf Kleidung gedruckt oder in die Haut tätowiert sind alles andere als Einzellfälle. Zudem werden immer mehr typisch linke Themen von den Rechten aufgenommen und mit rassistischem und nationalistischem Gedankenmüll verschärft. Das heißt für die Wetzlarer Bürger/ innen wachsam zu sein, denn die Nazis sind organisiert und gefährlich. Wir als junge Wetzlarer wollen euch dazu aufrufen in jeder euch möglichen Form mit uns zu kämpfen, damit Wetzlar nicht die „neue braune Mitte“ Deutschlands wird. „Wehret den Anfängen“ ist eine abgenutzte Parole die auch nicht mehr zutrifft, die Anfänge sind längst vorüber, wir befinden uns mittendrin. Wir stehen vor einer ideologisch und taktisch geschulten Rechten, die sich als unser Freund verkaufen will. Sie geben sich als die letzten Aufrechten aus, die gegen den korrupten Staat kämpfen in dem sie so tun als ob sie sich für die kleinen Leute einsetzen. Sie nehmen die Unzufriedenheit in der schweren Zeit von Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise wie ein hässlicher, brauner Schwamm auf und sind am Ende die größten Lügner und Betrüger. Wir sollten auch bedenken, dass der Hessentag 2012 ansteht und der Ruf unserer Stadt nicht in den Schmutz gezogen werden sollte.

Kurze Info über die Leute, die hinter dieser Aktion stehen:

Wir gehören keiner Partei, Organisation oder Verein an, unsere politischen Ansichten sind verschieden und spielen auch keine Rolle. Unser Ziel ist es zum gemeinsamen Handeln gegen Nazis in Wetzlar aufzurufen. Lasst sie merken, dass sie nicht erwünscht sind in unserer Stadt. Wir sind bunt, Wetzlar ist bunt und soll es auch bleiben!

Was könnt ihr tun?

Informiert euch – klärt euer Umfeld auf!

Reißt die Aufkleber ab oder übermalt sie!

Nehmt an Anti- Nazi Aktionen teil!

Bedient sie nicht in euren Kneipen!

Hängt in euren Geschäften Anti- Nazi Plakate etc. aus!

Lasst euch nicht einschüchtern!

Bleibt sachlich im Gespräch mit Nazis!

Startet eigene Initiativen!

Lasst euch nicht auf Gewalt ein!

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